Der Wismarer Wochenkalender zeigt historische Bilder, Fotos und Ansichtskarten von Gebäuden, Ereignissen und Personen mit beschreibenden Texten und bietet einen kleinen Einblick in die Geschichte der Hansestadt Wismar.
Woche 18 2003

Woche 18 2003

Wie wohl jede Stadt, so hat auch Wismar eine Chronik mit mancherlei vergnüglichen Seiten, die nicht zuletzt von der Schlagfertigkeit und Fantasie des Volksmundes zeugen. Nehmen wir nur die Spitznamen für einige Straßen und kuriose Bauten. Gustav Willgeroth hat in seinen „Bildern aus Wismars Vergangenheit“ einige genannt: das „Salzfässchen“, das den Markt mit der Hegede verbindet; oder die „Tittentasterstraße“, ein Durchgang am Markt, den es heute wieder gibt. Ein Haus in der Straße Krönkenhagen hieß „Altarleiste“. In der Kellerstraße gab es eines mit dem Namen „Badelaken“. Ein Gebäude in der Schatterau nannte man „Regenbogen“. Sogar von einer „Puderbüchse“ wird berichtet. Hier, wo die Lübsche Straße endet und auf die Krämerstraße trifft, begegnet uns nun noch ein Beispiel solcher Merkwürdigkeiten. Denn das Haus am Eingang zur Hegede ähnelt einem alten Kohle-Bügeleisen, weshalb es von alters her den Namen „dat Plättiesen“ trägt.

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