Der Wismarer Wochenkalender zeigt historische Bilder, Fotos und Ansichtskarten von Gebäuden, Ereignissen und Personen mit beschreibenden Texten und bietet einen kleinen Einblick in die Geschichte der Hansestadt Wismar.
00 2010

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Als unsere Großeltern jung waren, brauchten sie für ihr Wintervergnügen nicht besonders viel. Wenn zugefrorene Wasserflächen, wie hier im Februar 1922 im Hafen, zur Verfügung standen oder die Schneedecke ausreichend war, genügten einfache Schlittschuhe oder sogenannte Peiksläden, mit denen man sich auf Eis und Schnee vorwärts bewegte. Das waren kleine, meist hölzerne Schlitten, auf denen man stand und sich mit einer Peik, einem Stock mit Eisenspitze, in der Regel durch die Beine nach hinten abstieß. Eiserne Gleitschienen waren selten, aber begehrt. Pfiffige Jungs wussten sich da zu helfen, nahmen alte Sensenrücken oder Teile von Eisenfenstern. Es gab übrigens auch größere Schlitten, Peikslöp genannt, auf denen kräftige Burschen zum Beispiel Fischfrauen samt Ware ans Ziel „peiken” mussten.

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